Über das Buch

Was, die Zukunft Europas wird nicht von Brüssel, nicht vom Öl, nicht vom Terrorismus sondern von den neuen Gottsuchern bestimmt - und Georgios Goldmund, der Russe und Saladin al Hakim, der Muslim wollen auch gefragt werden? Wie geht das? Quälende Fragen für Königin Europa. Endlich folgt sie dem Rat ihres Narren und lädt die besten Märchenerfinder der Welt ein, einmal zu erzählen, was geschehen müsste, damit Europa wieder zu einem “Reich der Mitte” wird.
Allmählich ahnen die vielen staunenden Europäer im Thronsaal, dass die Suche nach der Mitte Europas einer Schatzsuche gleicht, an der alle teilnehmen müssen, auch die Russen, natürlich, aber auch die Muslime, die glauben nämlich zu wissen, wenigstens tun sie so, wo dieser Schatz zu finden ist – aber kaum einer hört auf sie.

Diese Erzählung macht auf den laufenden Verschmelzungsprozess zwischen Europäern und Menschen muslimischen Glaubens in Europa aufmerksam. Dabei wird der verdrängte arabisch-islamische Entwicklungsimpuls zur Entfaltung Europas offengelegt, aber auch erkennbar, dass Europa von Russland her gedacht werden muss – was viele überrascht und was sicherlich nicht ohne Folgen bleiben wird.

Diese Erzählung überrascht in seiner literarischen Form – die Rahmenerzählung verschmilzt mit der Binnenerzählung, eine alte orientalische Erzählform (1001 Nacht, Goethes „Märchen; Wilhelm Hauff etc.)

Dies ist ein Buch für spirituell Suchende, fortschrittliche Christen und Menschen muslimischen Glaubens, also Leser, denen es nicht genügt, ihr Leben nur als Verbraucher von materiellen und geistigen Gütern zu leben.

Der Leser erkennt mehr und mehr, die ganze Erzählung ist durchwoben von einem geheimnisvollen Flechtwerk spiritueller und politischer Assoziationen, die, einem unüberschaubarem Labyrinth gleich, den Lesenden in seinen Bann ziehen können – könnte es sein, dass nur so überhaupt nach neuen(!) Wegen einer Mitte – gar Europas - gesucht werden kann?